Was ist zu tun?
Unternehmen, die von den Bestimmungen profitieren wollen, können intensiv an einer weiteren Verbesserung ihrer Bonität arbeiten. Nur ein Betrieb, der mit betriebswirtschaftlichem Know-how professionell geführt wird, kann mit günstigeren Kreditkonditionen rechnen.
Ferner ist für ein gutes Rating eine offene Kommunikation mit der Hausbank entscheidend.
Grundsätzlich sind alle Branchen betroffen. Unterschiede gibt es höchstens bezüglich der Größe der Unternehmen. So werden kleinere Unternehmen - also insbesondere Handwerker und kleinere Gewerbetreibende, dem sogenannten Retailsegment zugeordnet. Was heißt das konkret?
Der Definition zufolge müssen Kredite bis zu einer Million Euro im Durchschnitt nur mit der Hälfte des sonst notwendigen Eigenkapitals unterlegt werden, wie das auch bei Krediten an Privatpersonen der Fall ist.
Ein gutes Unternehmensmanagement ist in jeder Phase der wirtschaftlichen Tätigkeit wichtig. Auf diese Anforderungen können und sollten sich verantwortliche Unternehmer und Geschäftsführer einstellen.
Die Herausforderung besteht darin, die geänderten Rahmenbedingungen als Chance zur Verbesserung der Unternehmensführung zu verstehen.
Was können Unternehmer tun, um das Rating positiv zu beeinflussen?
Jedes Unternehmen kann ab sofort fit gemacht werden.
Wichtige Elemente und Bausteine für eine positive Ratingeinschätzung Ihrer Bank oder Sparkasse:
- Ausbau betriebswirtschaftlichen Know-hows im Unternehmen bis in die Geschäftsführung hinein,
- Nutzung betriebswirtschaftlicher Planungs- und Steuerungsinstrumente,
- Verbesserung der Rentabilität,
- Stärkung des Eigenkapitals,
- Sicherung der Marktposition und/oder
- rechtzeitige Regelung der Nachfolgefrage.
Wichtiges für Ihre Ratingvorbereitung
- Informieren Sie sich bei Ihrer Bank über die dortigen Modalitäten.
- Denken Sie über mögliche alternative Finanzierungsmöglichkeiten nach.
- Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Rating-Vorbereitung.
- Räumen Sie dem Prozess der Planung und Durchführung oberste Priorität ein.
- Stellen Sie geeignetes Personal in einem Projektteam zusammen.
- Bereiten Sie Jahresabschlüsse und laufende Auswertungen detailliert auf.
- Erstellen Sie ein Organigramm mit Personen-, Kompetenz- und Entscheidungsstrukturen.
- Erarbeiten Sie eine schriftliche(!) Vertretungs-/Nachfolgeregelung für Leistungsträger.
- Vergleichen Sie Ihr Controlling mit denen befreundeter Unternehmen.
- Prüfen Sie Ihr Controllingsystem auf Effizienz.
- Informieren Sie sich über Branchendaten und deren Bewertung durch Dritte.
- Vergleichen Sie das Branchen(risiko)profil mit dem Ihres Unternehmens.
- Setzen Sie sich mit speziellen Risikoszenarien auseinander und erarbeiten Sie Notfallpläne.
- Halten Sie Ihre Unternehmensziele und -strategien schriftlich fest - und überprüfen diese jährlich.
- Prüfen Sie, wer Sie und Ihre Mitarbeiter anlaßbezogen unterstützen kann.






